Da bin ich wieder.
Ich hatte ein paar schöne Tage in Franche Comté. Und wiede reinmal sind mir ein paar Dinge aufgefallen die ja gar nicht gehen. Angefangen beim Frühstück: was für mich die Müslischale ist, ist für die Franzosen der/die/das Bol..dachte ich jedenfalls. Denn auch für die Franzosen ist es eine Müslischale. Man muss sich also jeden Morgen überlegen zuerst Tee/Kaffee oder Müsli. Lieber zurückgebliebene Teeblätter im Müsli oder Milch mit aufgeweichtem Müsli im Tee. Wer seine „Tasse“ zwischendurch abwäscht oder sich eine zweite holt ist ein Weichei. Die Steigerung kommt dann beim Mittagessen in Form von Gläsern. Erst wird Wasser draus getrunken (das unglaublich nach Chlor schmeckt..da kommt man in ganz Frankreich nicht drumrum) danach kommt da der Nachtisch rein und letztendlich noch Kaffee. Wenn es also Obstsalat zum Nachtisch gibt dann gehts gerade noch..die Sache sieht jedoch anders aus wenns Pudding gibt oder Früchtequark..das gibt ein leckeres Kaffeegemisch.
Ich habe nette Leute kennen gelernt, die Franzosen beim Petanque (oder auch Boule) weggeputzt, weiß jetzt wie man Steine mit Hammer und Meißel bearbeitet und sie mit viel Geduld zu einer Mauer zusammenfügt, habe Zement gemischt, französische „wie haben uns alle lieb“ Lieder gesungen, Königsberger Klopse gemacht, für 70 Personen eingekauft und ich war im Fernsehn.