Juli.in.Paris











{Juli 28, 2007}   Jani Kone Henna

„Das ist eine kostbare Geschenk von der Nature. Man benutzt Henna am Hochzeit, Party und es heutzutage sehr modisch ist. Es schutzt auch denganzen Haut.

Hinweis: Waschen sie sich die Hande und di Fusse. Mitderseife vor sie Henna auflegen. Machen sie den Mund der Tube. Futhren sie die Nadel in der Schnauze ein. Jetzt its es bereit benutz zu werden. Legen sie jetzt das Henna auf. Wo sie es benutzen will.

Weg von Licht und Hitze.“

Noch Fragen?



{Juli 27, 2007}   Ich freu mich!

Hab mal nachgefragt, ob mein Zimmer in Berlin noch steht, hier die Zustandsbeschreibung von Micha:

„..Nun aber ist dein Zimmer wieder ordentlich und sauber. Durch unsere aufgehängte Wäsche riecht es frühlingsfrisch. Die Blumentöppe erholen sich auch langsam wieder. Die Tapete hab ich größtenteils repariert und deine Regale auch eingeräumt… Naja, das zusammengestürzte Hochbett – das hab ich noch nicht geschafft. Wird aber bestimmt noch – wichtiger ist ja, dass die Fenster zuerst repariert werden und du einen Platz zum Schlafen hast…“

Das wird schon gehen aber ich bin nicht sicher, ob ich einschlafen kann ohne das Mäuse und Rattengeraschel in den Waenden und auf dem Fussboden. Ich muss Micha mal fragen, ob er vielleicht son bisschen an seiner Zimmerwand rumkratzen kann wenn ich ins Bett gehe. Nur 5 Minuten…zum einschlafen.



{Juli 25, 2007}   Pah!

Heute auf der Strasse

Ich uebersetz mal.

Typ: Hey du bleib mal stehen. Warte doch mal kurz.

Ich (stehen geblieben): Oui?

Typ: Wie gehts?

Ich: Gut.

Typ (nach zwei Worten erkannt, dass ich keine Franzoesin bin) : Kommst du aus Frankreich?

Ich: Nein.

Typ: Du sprichst richtig gut franzoesisch!

Alles Schleimer hier.



{Juli 24, 2007}   Geregelt

Auch wenn das Workcamp zu einem grossen Teil nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewuenscht haette, so habe ich doch viele hilfsbereite Dorfbewohner kennen gelernt ohne die alles vielleicht noch anstrengender geworden waere. Und weil ich mich so gut mit denen versatnden habe, ist der Ort meiner in weiter ferne liegenden oder gar niemals stattfindenden Hochzeit immerhin schon geregelt. Ich darf im „château“ heiraten bzw dort feiern. Is immerhin schonmal was geplant und ich plane ja gerne.



{Juli 23, 2007}   Ach ist das schön…

Gestern Morgen in den Raum gekommen wo wir immer essen, der ganze Fussboden voll mit zerquetschten Pflaumen und Orangen. Draussen ein aufgeweichter Kuchen aus unserer Küche und an der Wand Ketchup. Mittelschwere Moralpredigt gehalten..(meine rhetorischen Fähigkeiten verbessern sich von Tag zu Tag) und mit grossen Unschuldsaugen angesehen worden. Ach ist das schön ein Workcamp zu leiten.

Zwei Tische weiter von mir entfernt sitzen Ruslana und Hugo, sie kommt aus der Ukraine und ist 22, er 15,wohnt hier im Dorf und hat zusammen mit uns gearbeitet, ist hoffnungslos verliebt in Ruslana und mächtig am baggern. Währenddessen hat Ruslana ne kleine Affäre mit Goran am laufen was Hugo aber nicht weiss.

Gestern Mittag waren wir zum Grillen bei Christiane eingeladen, heute Mittag gibt es Wildschweinbraten von Cathy und Francois, heute Abend gehen wir zu Marie-Annick und Gerard zum essen, morgen früh bringt Jean Luc Croissants und Marmelade vorbei und dann Mittagessen bei Pascal und Veronique. Beste Connections zur Dorfbevölkerung!

Ach ist das schön ein Workcamp zu leiten.

Heute und gestern sind schon die ersten gefahren was schon relativ tränenreich war und morgen verabschiedet sich dann der Rest.



12.07.2007

Bin jetzt seit fast 2 Wochen in Fericy. Seit 2 Wochen bin ich die Mama von 12 pubertären 17-25 jährigen. Darunter 2 Südkoreanerinnen (sprechen englisch auf Sparflamme „Juli..shower?“), 2 zickige Ukrainerinnen (die eine hat sich schon einen kleinen Franzosen aus dem Dorf geangelt, er tut mir leid) 2 Armenier (immer hilfsbereit, manchmal ein bisschen zu sehr, z.B. scheinen Tische und alles mit ähnlichem Gewicht in Armenien zu schwer für Frauen zu sein, es wird einem also alles aus der Hand genommen) 1 Polin (redet ziemlich viel und arbeitet dafür umso weniger) 1 Kroate (in Ordnung, lässt sich aber zu sehr von den Mädels beinflussen) 1 Serbin (gleichfalls) 1 Spanier (der perfekte workcamp Teilnehmer) 1 Britin (hat Angst vor jedem Insekt und das erste was sie morgens tut, ist nach ihrem Make up greifen) 1 Irländerin (Minderjährig und aus schwierigen Verhältnissen, ich bin für sie verantwortlich, macht mir in regelmäßigen Abständen das Leben schwer, mag sie aber trotzdem sehr) unddann wär da nch mein zweiter Animatuer, der Franzose ist und erst 4 Tage später angekommen ist. Das bedeutet, dass ich von Anfang an alle Fäden in der Hand hatte, die Leute im Dorf kenne und alles organisiere.

Meine Autorität lässt zu wünschen übrig und es wird Zeit, dass ich mal durchgreife, immerhin steht uns noch eine Woche bevor.

Ich spreche abwechselnd englisch und französisch und abends wenn ich müde bin fange ich mit deutsch an was leider niemand versteht. Manchmal spreche ich aus versehen französisch mit den Volontären und alle gucken mich mit großen Augen an.

Die Mauer, die wir bauen sollten, ist dank der Mithilfe von 2 Helfern aus dem Dorf seit Donnerstag fertig und zum Missfallen der Gruppe hat die tolle Gruppenleiterin Juli einen Ersatz gefunden. Wir haben angefangen im Park zu arbeiten und Gestrüpp zu entfernen.

Am Samstag fahren wir alle zusammen nach Paris und ich seil mich irgendwann ab und ruh mich bei Val ein bisschen aus.



et cetera